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Aktuelles

15.05.2017 // Konferenzreihe Energielandschaften Norddeutschland

Klimaverändernde Emissionen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Probleme bei der Entsorgung von nuklearen Brennstäben – elementare Gründe, die Erneuerbaren Energien seit Beginn der 1990er Jahre verstärkt in Deutschland auszubauen. Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima rief die Bundesregierung offiziell die Energiewende aus.

Forciert durch staatliche Subventionsprogramme, aber auch aufgrund der innovativen Entwicklung in der Anlagentechnik hat sich der Anteil der „Erneuerbaren" an der Stromerzeugung seit 2000 von 6,8% auf 25,4% im Jahr 2015 erhöht. Den Vorteilen einer nahezu emissions- und reststofffreien Energiegewinnung stehen die volkswirtschaftlichen Kosten und die Nachteile eines vergleichsweise hohen Raum- und Landschaftsverbrauchs der „Erneuerbaren" gegenüber. Um die zunehmend knappe „Schlüsselressource Raum" für die Energieproduktion optimal zu nutzen, sind Planungskonzepte notwendig, die die Konflikte minimieren und Nachhaltigkeit fördern.

Vor diesem Hintergrund hat die Konferenz „Energielandschaften Norddeutschland – Energiewende im Raum?" eine Plattform geboten, auf der Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aktuelle Entwicklungen Erneuerbarer Energien erörtern und die Faktoren einer erfolgreichen Energiewende diskutieren konnten. Der nachfolgende Bericht fasst die wichtigsten Themen des Konferenztages zusammen:

Rund 220 Gäste kamen im Februar 2016 zur Auftaktkonferenz „Energielandschaften Norddeutschland", die das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) und das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg gemeinsam organisiert hatten. Im Museum für Völkerkunde Hamburg diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft aktuelle Fragen der Energiewende und des Klimaschutzes.

Die Fortsetzung findet im Juli 2017 in der Universität Hamburg statt zum Thema „Energielandschaften Norddeutschland: Modellierung Erneuerbarer Energieressourcen" statt. Trotz bemerkenswerter Fortschritte in der Entwicklung (numerischer und statistischer) Modelle zur zeitlich dynamischen und räumlich hochauflösenden Simulation meteorologischer, hydrologischer und biotischer Kenngrößen, die für Planungs- und Steuerungsaspekte im EE-Sektor sehr relevant sein könnten, werden in der Planungspraxis zumeist methodische Standards eingesetzt, die zwar etabliert und akzeptiert sind, die aktuellen Potentiale von state-of-the-art Modellen aber keineswegs ausschöpfen. Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen der Konferenz „Energielandschaften Norddeutschland" innovative Geodaten-Infrastrukturen und Modell-Konzepte entwickelt, erprobt und implementiert werden.

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